Am 29. April 2026, um 14.30 Uhr, ruft ein Bündnis regionaler und überregionaler Organisationen die Emder Bevölkerung auf zu einer Kundgebung auf dem Neuen Markt in Emden, um gegen Aufrüstung, Wehrpflicht, Kriegspropaganda und Kriegsertüchtigung zu protestieren. Der sich anschließende Demonstrationszug führt zur Nordseehalle, in der unter der Schirmherrschaft des Bundeskanzlers die 14. Nationale Maritime Konferenz tagt. 

Dem Aufruf der Emder Friedensinitiative „Wehrhaft ohne Waffen“ und des Friedensforums sind Vertreter*innen aus den norddeutschen Hafenstädten, vom Friedensbündnis Norddeutschland, der Norddeutschen Friedensbewegung, dem Bündnis gegen Wehrpflicht, der Bremerhavener Initiative „Mut zum Frieden“, verschiedener Parteien und Organisationen aus der Region und überregional gefolgt.

Auch viele Emder*innen bekunden ihren Willen: Unser Hafen soll ein Zivilhafen sein! 
Alle Friedenswilligen eint die Sorge um die Militarisierung der Gesellschaft und die verstärkten Kriegsvorbereitungen. 

Zu der Veranstaltung sind Grußbotschaften von Reiner Braun (Mitglied des Vorstandes des IPB, International Peace Buerau) sowie der italienischen Gewerkschaft USB angekündigt, deren Mitglieder zusammen mit der Bevölkerung im Dezember 2025 mit ihrem Streik Waffentransporte in aktuelle Kriegsgebiete verhinderten.

Geplante Redebeiträge sind: 

•    „Aus der Geschichte des Emder Hafens“ (Bert Gedenk aus Emden), 
•    „Jugend gegen die Wehrpflicht“ (ein aktiver Teilnehmer am Schulstreik gegen die Wehrpflicht aus Wilhelmshaven und Arno Sassen vom BSW), 
•    „Deutsche Häfen als logistische Drehscheibe der NATO in Norddeutschland“ (Rodolfo Bohnenberger aus Bremen),
•    „Sozialstaat kontra Rüstungsstaat“ (Gerhard Schäfer aus Bremen)
•    „Keine Militarisierung unserer Häfen“ (Wilfried Krallmann-Hanssen aus Bremerhaven).

Während der Demonstration kommen Vertreter*innen von MLPD und BSW sowie ein ehemaliger Betriebsrat von Mercedes aus Bremen zu Wort. 
Dennis Ursamer als Trommler und Musik zum Thema Frieden begleiten das Programm und den Demonstrationszug. 



Presseerklärung der Initiative „Wehrhaft ohne Waffen“ und des Friedensforums  / S. Ryll - 19.04.2026