zerstörtes Emden
Emden wurde im Zweiten Weltkrieg durch über 80 Luftangriffe zu über 90 % zerstört, besonders durch den verheerenden Angriff am 6. September 1944, bei dem die Altstadt fast vollständig ausbrannte. (Foto: Paul Grün / 09.09.1944 / D. Janßen)

Demonstriert mit uns gegen Militärtransporte über den Emder Hafen, Hochrüstung, Wehrpflicht und Krieg!

Liebe Bürgerinnen und Bürger:
Wir alle schauen mit großer Sorge auf die weltweite  Aufrüstung, die Kriegsvorbereitungen und Kriege. 
Kriege werden vorbereitet! – Mit Aufrüstung, Kriegspropaganda,  Kriegsertüchtigung aller Gesellschaftsbereiche.
Unser Emder Hafen dient seit Jahren als Drehscheibe für  Kriegsgüter und Soldaten auf dem Weg zu ihren mörderischen Einsätzen weltweit. Für das NATO-Manöver „Steadfast Dart 26“ wurden tausende Soldaten, Militärfahrzeuge,  Waffen und Munition über den Emder Hafen für die schnelle Verlegung nach Osten und den Einsatz der NATO-Streitkräfte transportiert. Emder Firmen machen Gewinne mit der Logistik und Kriegsertüchtigung von Schiffen und  anderen Waffensystemen. 

Im „geheimen“ Operationsplan Deutschland:
• wird der Emder Hafen zur Drehscheibe für Bundeswehr und NATO, 
• werden zivile Einrichtungen schon jetzt in die Kriegsvorbereitungen mit eingebunden,
• lernen unsere Kinder und Enkel im „freiwilligen“ Wehrdienst das Töten,
• müssen Ärzte Soldaten der Zivilbevölkerung vorziehen.
• werden wir aufgefordert, Notvorräte anzulegen…

Erinnert Euch: In nur 18 Minuten wurden 80 % Emdens am 6. September 1944 zerstört. 
Im Kriegsfall gehört eine Drehscheibe zu den ersten Kriegszielen. Heutige Waffen sind äußerst präzise, besitzen unvorstellbare Zerstörungskraft. Wir sind ungeschützt.

Die Bundesregierung hat sich für ihre Kriegsvorhaben eine  unbegrenzte Finanzierung genehmigt. 
Wer hat uns gefragt? – Niemand.  Wer wird das bezahlen? – Wir.

Die Pläne liegen auf dem Tisch und werden umgesetzt:
• Kürzungen im Sozialbereich, in der Bildung, im Gesundheitswesen, bei Kultur, Sport und Vereinen
• Einschränkung demokratischer Rechte,
• Kriegspropaganda auf allen Kanälen
• Einführung der „freiwilligen Wehrpflicht“
• Umrüstung ziviler Produktion …

Wir alle haben die Verantwortung, das zu verhindern. Sie brauchen uns für ihre Kriege. Ohne uns geht gar nichts. Wir  sind nicht ohnmächtig. Wir können uns verweigern, zusammenschließen, überzeugen, die Ängstlichen mitnehmen, die Mutlosen stärken, vor allem aber: 
Das Leben unserer Kinder und Enkel schützen! Rüstung & Krieg sind Investitionen in Tod und Zerstörung. Lasst uns für Bildung, Gesundheit, soziale Sicherheit, zivile Arbeitsplätze, auch im Emder Hafen, eine lebenswerte Umwelt und Zukunft für alle kämpfen!

Dafür demonstrieren wir Emder*innen zusammen mit  Friedenskämpfer*innen aus den norddeutschen Häfen!
Am Mittwoch, dem 29. April 2026, ab 14.30 Uhr im Stadtgarten in Emden bei der Kundgebung und lautstark während der anschließenden Friedensdemo zur Tagung der Maritimen Konferenz in der Nordseehalle, wo  über die Kriegsertüchtigung unserer Häfen beraten wird.

Text:  Flyer / V.i.S.d.P: Sonja Ryll